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Zunahme von Masernfällen: Gesundheitsbehörde erinnert an Schutzmaßnahmen
Masernfälle nehmen derzeit in Europa sowie in mehreren Regionen der Welt, insbesondere in Nord- und Südamerika, zu. Angesichts der bevorstehenden Ferienzeit mit vermehrten Reisen und Zusammenkünften, die die Verbreitung von Infektionskrankheiten begünstigen können, möchte die Gesundheitsbehörde die Bevölkerung an einige einfache Schutzmaßnahmen erinnern.
Eine hochansteckende Infektionskrankheit
Masern sind eine hochansteckende Infektionskrankheit. Sie werden sehr leicht über die Luft übertragen, insbesondere in geschlossenen und stark besuchten Bereichen wie öffentlichen Verkehrsmitteln. Die Erkrankung beginnt in der Regel mit hohem Fieber, Müdigkeit, Schnupfen, Husten und geröteten Augen, bevor ein Hautausschlag auftritt. Masern heilen meist ohne Folgeschäden aus, jedoch können schwerwiegende Komplikationen auftreten, die insbesondere bei Säuglingen, schwangeren Frauen und immungeschwächten Personen in seltenen Fällen sogar zum Tod führen können.
Die Impfung bleibt der beste Schutz
Die Sommerzeit, die häufig mit vermehrter Reisetätigkeit verbunden ist, erfordert besondere Aufmerksamkeit. In zahlreichen Reisezielen zirkuliert das Virus derzeit aktiv. Eine Reise kann zu einer Ansteckung führen und nach der Rückkehr eine Übertragung auf Angehörige und andere Kontaktpersonen zur Folge haben. Es wird daher dringend empfohlen, vor jeder Reise den eigenen Impfstatus zu überprüfen.
Die Impfung bleibt der beste Schutz vor Masern. In Luxemburg wird die Masernimpfung der gesamten Bevölkerung empfohlen. Sie wird in der Regel als Kombinationsimpfung gegen Masern, Mumps und Röteln (MMR) verabreicht. Sie kann auch in Kombination mit einer Impfung gegen Windpocken angeboten werden, insbesondere für Säuglinge oder Personen, die noch keine Windpocken durchgemacht haben. Für einen vollständigen Schutz sind zwei Impfdosen erforderlich.
Im Zweifelsfall können Ärztinnen und Ärzte den Impfpass überprüfen und gegebenenfalls eine Nachholimpfung empfehlen. Personen, die vor 1970 geboren wurden, haben die Masern in der Regel durchgemacht, teilweise auch ohne Symptome. Personen, die nach 1970 geboren wurden und nicht zwei Dosen eines masernhaltigen Impfstoffs erhalten haben, werden besonders dazu aufgerufen, ihren Impfschutz zu vervollständigen.
Was tun bei Symptomen nach einer Reise?
Personen, die während oder nach einem Auslandsaufenthalt Fieber in Verbindung mit einem Hautausschlag entwickeln, werden gebeten, ihren Arzt oder ihre Ärztin zunächst telefonisch zu kontaktieren, bevor sie eine Praxis aufsuchen, und auf die kürzlich erfolgte Reise hinzuweisen. Bei Fragen wird empfohlen, sich an den behandelnden Arzt oder die behandelnde Ärztin zu wenden.
Pressemitteilung des Ministeriums für Gesundheit und soziale Sicherheit